GC Concordia Bürbach

 

     
Siegener Zeitung

Montag, 27. März 2006

     
 

„Singen und fröhlich sein“

 
     
 

Frühlingskonzert des MGV Niederfischbach mit Gästen

 
     

sbh Niederfischbach. Es war schon eine Premiere am Samstagabend in Niederfischbach. Denn, so der Vorsitzende des Männergesangvereins, Karl-Heinz Löhr, der seit Januar 2005 engagierte Leiter Gerhard Schneider (Kreischorleiter in Siegen-Wittgenstein) habe es geschafft, dass der Chor in seiner 87-Jährigen Vereinstätigkeit zum ersten Mal ohne Notenblätter auftrete. Mit diesem Selbstbewusstsein lud der Niederfischbacher Chor zum Frühjahrskonzert und wurde dabei von zwei weiteren „Schneider-Chören“ unterstützt: dem gemischten Chor Concordia Bürbach und den Bichelbacher Sangesfreunden.

Dem ersten Frühlingsgefühl verliehen die geschätzten 30 Männer des MGV Niederfischbach auch gleich den nötigen Ausdruck, indem sie sich auf Brautwer­bung begaben mit „Ein Mädchen ging spazieren“, und weiter wandelten sie auf Freiers Füßen in „Ei du Mädchen vom Lande“. Die Liebe spielte auch in der „Legende von den 12 Räubern“ eine Rolle. Solist Ludwig Morgenschweis erzählte einfühlsam vom Gang des Räubers ins Kloster aus Liebe zu Gott.

Die Bürbacher flochten das Frühlingsband weiter mit fröhlichen Volksliedern wie dem bekannten „Heideröschen“. Witzig und gut interpretierten sie „Drei Gäns‘ im Haberstroh“. Was den Gänsen im Lied gelang, sollte dem „Tambursgesell“ nicht widerfahren. Er musste zum Galgen. Die Bichelbacher Sangesfreunde gaben dem Abschied des Gesells eindrucksvoll das letzte Geleit. Mit gelungenen Tempiwechseln präsentierten sie „Wenn die Bettelleute tanzen“.

Etwas weniger zum Fröhlichsein eigneten sich die Gospels aufgrund ihrer Thematik, obwohl sie ansprechend dargeboten wurden. Hervorzuheben ist das Gospel-Medley und „Rock My Soul“. Die Sangesfreunde wussten Stimmung zu erzeugen und wurden mit viel Applaus bedacht. Abwechslungsreich „quakte“ der MGV Niederfischbach kraftvoll in der „Hochzeit der Frösche“ in den eher ernsthafteren Gospel-Teil des Abends. Für Erheiterung sorgte auch das Stück „Der Hahn von Onkel Giacometo“ mit einfallendem Krähen. So kann es eben gehen: Der Alte ist kaum tot, schon kräht der Ersatz auf dem Mist. Hübsch dazu die zwei vom Chor angefertigten Hähne in der Schulturnhalle.

Was mit der Anwerbung um ein Mädchen begann, schloss mit einem wunderbaren Lobgesang aller Chöre auf die Liebe mit „Die Rose“. Zum Abschied sangen dann alle gemeinsam, Chöre und Publikum, „Kein schöner Land“.

  

Premiere gelungen: Unter der Leitung von Gerhard Schneider sang der MCV Niederflschbach zum ersten Mal in 87 Jahren ohne Notenblätter.

 

 

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